Beihefte

Die Beihefte des Theologischen Gespräches dokumentieren als Sammelbände Aufsätze zu einem Thema, z.B. einer Tagung oder bieten eine Gesamtdarstellung eines Themas.

Hier das letzte Beiheft und eine Liste der bisherigen:

Pastor und Gemeinde. Freikirchliche Perspektiven auf dem Weg zu einem Leitbild, 136 S., 9,90 

Inhaltsverzeichnis

Vorwort (Michael Rohde)

Geleitwort (Friedbert Neese)

Michael Rohde:"Wenn plötzlich Geld auftaucht und ein Priester vorbeikommt…" Alttestamentliche Impulse zum Umgang mit Geld, Bewerbungsverfahren und Hauptamtlichen aufgrund von Ri 17,1-13

Ulrich Wendel:Das Gegenüber von Hirte und Herde. Autoritätskritische Züge in der johanneischen Hirtenrede

André Heinze: Gemeinschaft von Gemeinden – Bund oder Kirche

Markus Iff (FeG): Der Pastor zwischen Ältestendienst und Apostolizität. Ein fundamentaltheologischer Beitrag zu einem freikirchlichen Pastorenverständnis in ökumenischer Perspektive.

Volker Spangenberg: Das Bild von Pastorinnen und Pastoren im Spiegel der „Ordnung für Pastorinnen und Pastoren des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland“

Ralf Dziewas: Der Pastor als Diakon. Zur theologischen Begründung des diakonischen Auftrags im pastoralen Dienst

Michael Borkowski: Der Pastor als Diakon. Der Hilfsbedürftige hat den Vorrang (Response)

Olaf Kormannshaus:Konflikthafte Situationen zwischen Pastor/Pastorin und Gemeinde aus supervisorischer Perspektive

Anthony Peck, EBF: Eine zerbrechliche Ehe? Einige Anstösse zum Verhaltnis von Pastor und Gemeinde;Übersetzung: Andrea Wichmann


Vorwort

Pastor und Gemeinde

Dieses Beiheft zum Theologischen Gesprächs soll einen frischen Impuls für das Gespräch nicht nur innerhalb einer freikirchlichen Pastorenschaft, sondern zwischen ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeitern der Gemeinden in Freikirche und Landeskirche geben. Die meisten Beiträge gehen zurück auf Vorträge, die auf dem Konvent der Pastorenschaft des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland (BEFG) vom 09.-12. März 2009 in Kirchheim gehalten worden sind. Für diesen Sammelband wurden darüber hinaus Markus Iff und Volker Spangenberg gewonnen, die Perspektiven auf das Thema sinnvoll zu ergänzen.

Für einen fundierten Dialog bieten die Aufsätze unterschiedliche Aspekte: Die beiden biblischen Beiträge sind nicht grundsätzlicher Art, sondern greifen Einzelaspekte aus alt- und neutestamentlicher Perspektive auf. Der alttestamentliche Beitrag vom Unterzeichner entwickelt Impulse für das gegenwärtige Verhältnis von Hauptamtlichen und Gemeinde vor dem Hintergrund einer eher ungewohnten Auslegung von Richter 17. Ulrich Wendel zeigt die Bedeutung der Redeweise von Hirte und Herde in ihrem johanneischen Profil und dabei besonders, wie sie autoritätskritisch fungiert.

Die Reflexion von André Heinze zum Verhältnis von Gemeinden geht auf ein Seminar zurück, das beim Konvent durchgeführt wurde. Der Verfasser geht von der neutestamentlichen Koinonia aus und leitet davon Maßstäbe für das Miteinander von Gemeinden einer Kirche ab.

Einen fundamentaltheologischen Entwurf bietet Markus Iff, der Grundlagen eines Pastorenverständnisses einer Freikirche ausführt und im Blick auf die Herleitung des Pastorendienstes als Ältester oder Apostel reflektiert.

Eigens für diese Ausgabe stellt Volker Spangenberg Überlegungen zur „Ordnung für Pastorinnen und Pastoren des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden“ an und reflektiert das darin implizierte Pastorenverständnis.

In einer grundlegenden Weise bestimmt Ralf Dziewas die Bedeutung des Pastors als Diakon und stellt dafür Thesen und ihre Begründungen zur Diskussion. Eine erste Antwort darauf veröffentlichen wir durch die Ausführungen von Michael Borkowski.

Aus supervisorischer Perspektive beschreibt Olaf Kormannshaus in geordneter Weisekonflikthafte Situationen und stellt sie in den Bezugsrahmen von Überlegungen der Psychologie und Seelsorge.

Der abschließende Beitrag von Anthony Peck reflektiert typische Schwierigkeiten von Pastor und Gemeinde im baptistischen Milieu vor dem Hintergrund der Erfahrung eines Autors, der überregional und international Gemeinden vergleichen kann. Freundlicher Weise hat Frau Andrea Wichmann die Übersetzung des ursprünglich englischen Beitrags übernommen. Die Originalfassung steht auf der Homepage www.theologisches-gespraech.de zur Verfügung.

Diesem Sammelband sucht Leser, und zwar möglichst viele, die sich aufgrund des Geschriebenen daran beteiligen, ein gemeinsames Leitbild vom Dienst einer Pastorin oder eines Pastors einer Freikirche zu entwickeln.

Michael Rohde




Beiheft 10:
Die "Autonomie" der Ortsgemeinde und ihre Gemeinschaft. Ein Lehrgespräch des Baptistischen Weltbundes“, 142 S., € 9,90


 Inhalt
  • Regina Claas: Geleitwort
  • Neville Callam: Kirchenmodelle im Neuen Testament
  • Christoph Stenschke: Übergemeindliche Ausübung von Autorität und übergemeindliche Beziehungen im Neuen Testament
  • Ian Randall: „Rat und Hilfe“. Überörtliche baptistische Gemeinschaft in der Geschichte des europäischen Baptismus
  • William H. Brackney: Die Autonomie von Ortsgemeinden aus der Sicht eines baptistischen Kirchengeschichtlers aus Nordamerika
  • Nigel Wright: Sind Baptistengemeinden autonom?
  • Uwe Swarat: Ortsgemeinden und überörtliche Strukturen im Baptismus aus der Perspektive reformatorischer Ekklesiologie
  • Gary Nelson: Alles Alte wieder neu: Die Ekklesiologie der Emerging Church
  • Rolf Dammann: Grußwort
  • Siegfried Grossmann: Grußwort

Vorwort des Beiheftes 10

Die Stellung des Gemeindebundes

ist im baptistischen Gemeindeverständnis wie überhaupt im kongregationalistischen Kirchenmodell weithin unsicher und unklar. Das Verhältnis zwischen „autonomen“ Ortsgemeinden und überörtlichen Verbänden, Bünden, Konventen oder Unionen wurde allzu oft nicht theologisch durchdacht, sondern den Kirchenrechtlern und Kirchenpolitikern überlassen, d. h. nicht selten einfach den Vorstellungen der jeweils verantwortlichen Führungspersönlichkeiten, der Durchsetzungskraft von Interessengruppen oder dem Wechsel jeweils herrschender politischer Überzeugungen ausgeliefert. Dass dies ein unhaltbarer Zustand ist, wurde den Baptisten nicht nur in Deutschland, sondern weltweit in den letzten Jahren zunehmend bewusst. Darum lud der Baptistische Weltbund Theologen und kirchenleitende Personen aus unterschiedlichen Kontinenten, Regionen und Kulturkreisen im März 2007 zu einem theologischen Symposium nach Elstal bei Berlin, um die Frage zu diskutieren: „Sind Baptistengemeinden autonom?“

Die Hauptvorträge des in englischer Sprache gehaltenen Symposiums können wir in diesem Heft nun in deutscher Übersetzung veröffentlichen. Ein herzlicher Dank gilt den Übersetzern, die allesamt unentgeltlich gearbeitet haben! Die Referenten stammen aus England, Kanada, den USA, Jamaika und Deutschland. Zwei von ihnen behandeln die Problematik aus neutestamentlich-exegetischer Sicht, zwei aus der Warte des Kirchengeschichtlers und zwei aus systematisch-theologischer Perspektive. Ein weiterer Vortrag konfrontiert die Themenfrage mit den Vorstellungen und Erfahrungen der Emerging-Church-Bewegung. Als Anhang dokumentieren wir die Grußworte zweier Repräsentanten des deutschen Baptismus, in denen sie formulieren, welche Einsichten und Erfahrungen hierzulande in den letzten Jahrzehnten in Sachen überörtliche Gemeinschaft von Ortsgemeinden gewonnen wurden.

Dieser Vortragsband erscheint zu Beginn des Jahres 2009, das für den Baptismus weltweit wie auch in Deutschland ein Jubiläumsjahr ist. Vor 400 Jahren wurde in Amsterdam die erste Baptistengemeinde überhaupt und vor 175 Jahren in Hamburg die erste Baptistengemeinde in Deutschland gegründet. Als kritischer Beitrag zum baptistischen Selbstverständnis will diese Publikation dazu beitragen, dass das Jubiläumsjahr nicht nur Anlass für dankbare und stolze Rückblicke bietet, sondern zugleich Impulse setzt, durch die Baptistengemeinden und Gemeindebünde sich in Lehre und Leben weiterentwickeln können. Wie die Ausführungen in diesem Heft zeigen, würde eine Weiterentwicklung in Richtung auf eine theologische Anerkennung überörtlicher Integration von Ortsgemeinden in einen Gemeindebund zugleich ein gutes Stück des geschichtlichen Erbes wieder lebendig werden lassen und die heutige Gemeindewirklichkeit dem neutestamentlichen Bild von Gemeinde ähnlicher machen.

Uwe Swarat

Bisherige Beihefte

  1. „Gottes Wort und unsere Predigt“ - Vorträge der Theologischen Woche 2000
  2. "Was ist der Bund ...?" (Neuauflage)
  3. „Die diakonische Gemeinde“
  4. „Sterbende und wachsende Gemeinden“
  5. „Miteinander beauftragt!“ - Vorträge der Theologischen Woche 2003
  6. „Festschrift 125 Jahre – Theologisches Seminar Elstal“
  7. „Kinder und Jugendliche in der Gemeinde“
  8. „Der Baptistische Weltbund“
  9. „Das politische Verhalten der Mitglieder Evgl.Freik.Gemeinden in der DDR“
    Die Studie wertet die im Jahr 2003 unter der Leitung von Reinhard Assmann durchgeführte „Umfrage zum politischen Verhalten in der DDR in den Gemeinden des ehemaligen Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in der DDR“ aus, an der sich ca. 900 Mitglieder und Freunde der betreffenden Gemeinden beteiligt haben. Sie bietet einführend ene Kurzbeschreibung des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden und im Hauptteil die Auswertung der Ergebnisse der Umfrage und ordnet sie in entsprechende Bezugsgrößen ein. Abschließend wird anhand einiger theologischer Kriterien nach dem Vorhandensein von politischer Ethik gefragt. Im Anhang sind der 150 Fragen umfassende Fragebogen als auch einige Zahlentabellen abgedruckt.
Hefte Nr. 1 - 8 kosten je 4 €, Heft Nr. 9 kostet je 7,90 € und Heft 10 kostet je 9,90 €.